Sonntag, 6. Juli 2008

Angst vor schlechten Einspielergebnissen in Amerika - Master and Commander


Gerade sehe ich "Master and Commander" auf RTL und lese parallel dazu den Wikipedia-artikel, wie ich es mir seit längerem angewöhnt habe. So erfährt man viele interessante Details.

Zum Beispiel, dass sich der Film an einem Buch orientiert, mit dem kleinen, aber feinen, Unterschied, dass in der Vorlage der Feind ein amerikanisches Schiff war und nicht, wie im Film, ein französisches. Der Autor des Artikels vermutet, wie ich auch, dass die Produzenten sich schlicht vor schlechten Einspielergebnissen in Amerika gefürchtet haben. Man kann doch Amerika nicht als Bösewicht/Verlierer darstellen!? Selbst in Vietnamfilmen gibt es doch irgendwie ein Happy End für die US-Troops, egal wie "anti-krieg" diese Filme auch sein mögen.

Was sollen denn die Deutschen sagen. Kennt ihr etwa einen Film, der während des zweiten Weltkriegs spielt, der

  • a) aus der Sicht von Deutschen erzählt wird, und
  • b) es für diese Deutschen ein Happy End gibt?

Wahrscheinlich waren die Bedenken der Produzenten in der Tat berechtigt, schließlich wird durch nichts der amerikanische Nationalstolz in die Welt getragen, wie durch US-Filme. (Ich erinnere mich zu gern an die Szene, als Spiderman in seinem dritten Kinofilm kurz vor dem End-fight für den Bruchteil einer Sekunde vor einer gigantischen US-Flagge innehält - das ganze Kino hat amüsiert losgestöhnt.)

Wie waren wohl die Einspielergebnisse von "Master and Commander" in Frankreich?